Archiv der Kategorie: Reportagen aus dem Orient & Umgebung

Abschied vom Harem

© Erschienen im ZEIT-Magazin

Orient – Es war Ende Oktober in Amman, im Alahlia-Abela Superstore. Im Foyer des Einkaufszentrums drängelten sich Hausfrauen und tütenschleppende Männer um eine von gockelstolzen Managern hofierte, elegant geklei-dete Dame. Es sei eine Freude für sie, sprach die Dame mit dem schulterlangen schwarzen Haar höflich ins Mikrofon, Jordaniens modernstes Shopping Center eröffnen zu dürfen. Von Investitionen wie diesen profitierten schließlich alle und-soweiter undsofort. Ein professionelles Double der Prinzessin Basma weihte also, wie es schien, einen Supermarkt ein – so wie in Liverpool und Birmingham Look-alikes von Lady Diana Ketchup und Kochtöpfe promoten.
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Paul Bowles – Der Titan von Tanger

© Erschienen in Allegra

Tanger – Wird die Begegnung mit Paul, wie ihn hier alle ganz familiär nennen, so sein, wie alle hier in Tanger sagen – alle, die ihn vergöttern, und auch die Handvoll, die ihn nicht ausstehen kann? Wird der Titan von Tanger, 88 Jahre alt, in seinem verdunkelten Zimmer auf dem Bett liegen, nachmittags den ockerfarbenen Morgenmantel tragen, pünktlich den 5-Uhr-Tee mit einem Strohhalm aufsaugen und ohne Unterlaß kiffen?

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The Camel King

© Erschienen in Allegra

Das Leben Khawars I. war sehr ruhmvoll gewesen, als der Tod ihn mit nur 25 Jahren seiner Herde für immer entriß. Khawar I. hatte als eines der erfolgreichsten Rennkamele einen Wert von rund drei Millionen Mark erlaufen. Später als Zuchtbulle wurde Khawar I. schier unbezahlbar, denn er verrichtete seinen Job sechs bis achtmal am Tag. „Er hat“, sagt sein Arzt Dr. Ulrich Wernery, „bis zum Schluß gedeckt und ist bei der Arbeit verstorben“.

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Jerusalem – Lesetipp der Badische Zeitung

Reise: LESETIPP I – badische-zeitung.de.

Energie in der Stadt

In Jerusalem, der heimlichen Hauptstadt Israels, liegt Energie in der Luft. Eine Energie, die fasziniert und einen in ihren Bann zieht. Umso besser, wenn der Reisende einen klar strukturierten Helfer zur Hand hat. Und noch besser ist es, wenn dieser Helfer so praxisorientiert und aktuell ist wie der Reiseführer Jerusalem von Michel Rauch. Dass der Autor weiß, worüber er schreibt, zeigen die Details: Orthodoxe Juden werden nicht gerne fotografiert; kleinen Kindern kann die trubelige Altstadt schnell zu anstrengend werden; Moslems zur Begrüßung besser nicht die Hand geben; die Bewohner der Grabeskirche Jesu – alles Prediger der Nächstenliebe – prügeln sich auch gerne mal… Neben interessanten Tipps zur Erkundung der Stadt schlägt Rauch Ausflüge nach Bethlehem, Herodion, zum Toten Meer und auf die Festung Massada vor.
– Michel Rauch, Jerusalem, Dumont-Verlag, Ostfildern, 120 Seiten mit zahlreichen Farbfotos und Stadtplan.
Badische Zeitung, 2. März 2012

Dumont Israel & Palästina – Neue Auflage erhältlich

Wo wohnen Sie am schönsten in Jerusalem, wo in Tel Aviv? Was müssen Pilger wissen? Wo gehen Sie mit Fahrrad oder Segway auf Besichtigung? Welche Erleichterungen gelten neuerdings bei der Einreise in Israel? Kennen Sie die neue Airline, die Sie zum Tiefstpreis nach Israel bringt?
 

Neues Design, aktualisierte Infos, neue Themen: Für die 4. Auflage des DuMont Reise-Handbuches war Autor Michel Rauch wieder intensiv vor Ort unterwegs und hat bei der Recherche u.a. Jerusalems neues Kultur- und Freizeitzentrum »First Station« unter die Lupe genommen sowie den Sarona Market, Tel Avivs neues Pilgerziel für Foodies.
Israel verspricht eine extrem abwechslungsreiche Reise. Keine Autostunde liegt zwischen Jerusalem, der heiligen Stadt für Christen, Juden und Muslime, und Tel Aviv, der Party-Metropole. Vom Toten Meer bis zum See Genezareth, vom Golan bis in die Wüste Negev, von der UNESCO-Welterbestadt Akko bis zum Badeort Eilat am Roten Meer werden alle sehenswerten Regionen und Städte beschrieben. Als Auftakt jedes Kapitels präsentiert eine Doppelseite »Auf einen Blick« die Highlights: Die schönsten Routen, aktive Naturerlebnisse, besondere Tipps des Autors.
Ort für Ort hat Michel Rauch ausgesuchte Unterkünfte, Restaurants oder Einkaufsadressen zusammengestellt; sie sind in den Cityplänen verortet. Wanderungen erschließen so unterschiedliche Landschaften wie die grünen Hügel von Galiläa oder den riesigen Erosionskrater Makhtesh Ramon in der Wüste Negev.
Alles Wissenswerte über Land und Leute, Geschichte, Gegenwart und den Alltag der Menschen lässt sich in der einführenden Landeskunde sowie den eingestreuten Themenseiten nachlesen.
Das ausführliche DuMont Reise-Handbuch beschreibt Israel, Palästina und Sinai flächendeckend, gegliedert nach Reiseregionen. Es legt einen deutlichen Schwerpunkt auf die besonders sehenswerten Städte und Landschaften. Mit Tipps und Adressen Ort für Ort, umfangreichen Hintergrundinformationen sowie einer Extra- Reisekarte

 

 

Learning by Doing

© Published in New World Magazine

Cairo  – Twenty-three-year-old Wael Abdel Shafy describes himself as a typical young Egyptian. In one way, he is. In and out of temporary employment since leaving the local technical secondary school six years ago, he is still searching for his first steady job. Any dreams he may have had about using his school grades as a springboard to a career in electrical engineering soon disappeared. Even part-time work in his chosen profession was virtually impossible to come by. Wael has done just about everything from laying cable and plastering on Cairo’s construction sites to serving tourists in the restaurant and cafeteria of the city’s Meridien Hotel. However, he has never earned much more than the equivalent of $80 a month.

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Power to the People

© Published in  New World Magazine

Addis Abeba – Gamatscho Lemma, a gaunt herdsman, lives with his family in the village of Kute, about 300 kilometers (190 miles) north of Addis Ababa – or six hours by car. His life differs very little from that once led by his father, his grandfather or, for that matter, all his other ancestors. Although the family tends the cattle of richer farmers, they’re not allowed to drink a single drop of the herd’s milk. Together with their neighbors, they also cultivate a small field of wheat using a team of oxen. Their annual income, augmented by selling pottery jugs, comes to around $140 – just about enough to send the eldest son to school. That costs the family 100 Ethiopian birr, or some $14 a year.

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